Ortsrundgang Lanzingen fand großes Interesse

Rund 25 Interessierte gingen mit durch Lanzingen

Biebergemünd-Lanzingen. Los ging es am Gemeinschaftshaus. Hier hatten sich rund 25 Interessierte zum SPD-Ortsrundgang durch Lanzingen eingefunden. Heinz Fringes, der Initiator, begrüßte die Gäste und ging kurz auf den vorbereiteten Verlauf des Abends ein.

Erstes Ziel war das Gebäudeinnere. Anhand von Planunterlagen und Broschüren konnte Heinz Fringes über den geplanten Plattform-Senkrecht- Aufzug vom Erdgeschoss in den ersten Stock berichten, dieser wird in die Nische im Treppenaufgang eingebaut werden können. Am Eingang im Vereinsraum sind die drei Stufen ein Handicap für gehbehinderte Besucher – auch hier wird mit Hilfe einer schwenkbaren Plattform die Barriere überwunden werden können. So kann das Gemeinschaftshaus Lanzingen barrierefrei erschlossen werden; die Gäste, welche sich mit zahlreichen Fragen einbrachten und damit ihr großes Interesse an dem Thema bekundeten, zeigten große Zufriedenheit über diese Lösungen. Auch die Akustik im Vereinsraum solle verbessert werden, wünschten sich die Anwesenden. Dies sei der SPD bekannt – führte Fraktionsvorsitzender Berthold Schum aus, selbstverständlich müsse die Raumsituation allen Besuchern und Nutzern gerecht werden, „Sänger oder Musizierende haben einen anderen Anspruch, als Nutzer, die Gespräche oder Reden vor Ort halten wollten, man werde die Akustik mit Unterstützung von Fachfirmen verbessern können“, ist sich Berthold Schum sicher.

Im Kindergarten „Schatzkästlein“, der unter der Leitung der Evangelischen Kirche steht, wurden die Ortsrundgänger von der Leiterin Kerstin Schreier erwartet. „Es ist wirklich ein ‚Schatzkästlein‘,“ äußerte einer der Besucher wegen der vorherrschenden Raum Enge im Inneren des Gebäudes. Der Träger hatte – in Kenntnis des nachbarschaftlichen frei werdenden Feuerwehrhauses – den Wunsch geäußert, die Räumlichkeiten für die Kindergartennutzung hinzuzubekommen. Dabei werde kein weiterer Gruppenraum benötigt, denn Kapazitäten gäbe es in den beiden Kitagruppen ausreichend, vielmehr werden Räumlichkeiten für die Allgemeinnutzung gebraucht; wie Büro- und Sozialflächen für das Betreuerteam. Es sollten die Schlafmöglichkeiten sowie die Spielflächen verbessert, aber auch zusätzlicher Lagerraum geschaffen werden. Ein Wunsch wäre auch eine Räumlichkeit, in der die Kinder sich sportlich betätigen könnten. Eltern entscheiden sich gezielt für die kleine, familiäre Einrichtung, kann Frau Schreier auf Rückfrage berichten, so werde täglich frisch in der eigenen Küche gekocht und es gebe liebgewonnene Rituale wie die tägliche Teestunde.

Zum Kennenlernen der Situation ging es direkt ins angrenzende Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Lanzingen. Dieses ist seitens der Behörden als nicht mehr weiter nutzbar eingestuft worden – hier bedarf es einer Ersatzlösung. Diese wurde in den letzten Monaten von der Gemeinde beplant und von der Gemeindevertretung beschlossen, sodass an der Ortsrandlage in Kürze ein neues modernes Gebäude für die FFW-Lanzingen entstehen wird. Die Räumlichkeiten des alten Gerätehauses sind – so die Einschätzung der Besucher während ihrer Besichtigung – tatsächlich als nicht mehr zeitgemäß zu nennen. Es fehlen Unterrichtsräume, die sanitäre Einrichtungen wie WC’s, Duschen, Mannschaftsumkleiden sind allesamt beengt und nur noch als Provisorium zu bezeichnen, ebenso die enge Fahrzeughalle, in die das Einsatzfahrzeug sowie der Anhänger nur mit viel Geschick hinein manövriert werden kann. Auch die fehlenden Parkflächen vor dem Gebäude für die Feuerwehrleute, die zum Einsatz müssen, sind ein dauerhaftes Problem, macht der Wehrführer Holger Huth die Anwesenden aufmerksam.

Ein kleiner Spaziergang am Bieberbach entlang durch den Ort, vorbei an einem Beet mit einer für Insektenvielfalt angelegten Blühfläche, brachte die Ortsrundgänger schließlich auf dem Friedhof wieder zusammen. Hier erlebten die SPD-Mitglieder eine Überraschung – zahlreiche Mängel wurden von den Teilnehmern an sie heran getragen. So ist die vor kurzem installierte Wasserzapfstelle nicht den Wünschen entsprechend. Hier sollen Verbesserungen von der Gemeinde Abhilfe schaffen, beispielsweise, um die schweren Gießkannen nicht vom Boden herauf anheben zu müssen. Ebenso wird das Gestell zur Aufnahme der leeren Gießkannen als „dilettantisch und undurchdacht“ empfunden. Das  mit Steinen eingerahmte und mit niedrigen Nadelgewächsen vorbereitete Beet zur Aufnahme von Urnen findet nicht die Zustimmung der anwesenden Lanzinger „da geht keiner rein“, war die Überzeugung. Gewünscht wird auch eine „andere“ Lautsprecheranlage, die einen größeren Bereich rund um die Trauerhalle beschallen kann. Die anwesenden SPD-Politiker versprechen, die geäußerten Mängel schriftlich an die Gemeindeverwaltung zu formulieren

Letzter Besichtigungspunkt war das in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Gelände, auf dem das neue Gerätehaus der FFW Lanzingen entstehen wird. Heinz Fringes hatte die Planunterlagen dabei. Rege wurde die Möglichkeit genutzt, über das Gebäude, das Gelände, und deren Entwicklung Informationen einzuholen. So waren die Stromgewinnung über die geplante Photovoltaikanlage und die Dachgestaltung Themen der Lanzinger. Auch der in unmittelbarer Nähe vorbeiführende Wanderweg Spessartbogen brachte eine Anregung; hier wünscht man sich eine Sitzecke mit Tisch und Bänken, um die Wanderer zum Halt an der schönen Ortsrandlage zu animieren. Und auf der in Verbindung des Gerätehauses notwendige Ausgleichsfläche sollten Erdverbesserungen durchgeführt werden, auch ist der Obst- und Gartenbauverein dazu bereit, sich für die spätere Baumpflege einzubringen.

Nach zwei intensiven, interessanten Stunden bedankte sich Heinz Fringes für den regen Informationsaustausch, aber auch die guten Anregungen und lud die Teilnehmer in seinen Hof zu einem Umtrunk ein.

Nutzungs- und Raumplanung des Biebergrundmuseums, sowie eine veränderte Außendarstellung.

Akzentuierung der Nutzungs- und Raumplanung für das EG des Biebergrundmuseums, sowie eine veränderte Außendarstellung.

Das über den Planungszeitraum entstandene zusätzlich entstandenen Flächen- und Raumangebot im EG der „Alten Post“ in Bieber, sowie die deutliche Ausweitung des Kostenvolumens lässt eine Justierung des Nutzungskonzeptes und der daraus resultierenden Raumplanung sinnvoll erscheinen.

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Härtefonds des Kreises für bedürftige Kinder wichtig

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Kinder aus Hartz-IV endlich auch bei Schülerbeförderung berücksichtigt

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Der Bundesrat hat dieser Tage die Bundesregierung aufgefordert, Änderungen bei ihrer Hartz-IV-Reform vorzunehmen, weil diese eklatante Gerechtigkeitslücken aufweise. Unter anderem wird festgestellt, dass auch die Schülerbeförderung für hilfsbedürftige Kinder ein wichtiger Bedarf sei, der nicht über die Regelleistungen abgedeckt werde. Weiterlesen