Schwarzgelbe Pläne treffen Kreis

Martina Glaab und Heinz Lotz (SPD): „Kürzung der Eingliederungshilfe um 20 Prozent ist nicht hinnehmbar“ Alleine im Main-Kinzig-Kreis will die schwarzgelbe Bundesregierung über 3,4 Mio. Euro an Leistungen zur Eingliederung in Arbeit kürzen. Das ruft heimische SPD-Vertreter auf den Plan. „Erst Arbeitslose als Nichtstuer beschimpfen und dann die Fortbildungs- und Eingliederungsmaßnahmen kürzen. Das passt doch nicht! Wer die Bereitschaft zur Arbeit fordert, muss qualifizieren. Ansonsten werden wir diese Sparpläne hinterher doppelt und dreifach bezahlen müssen“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Heinz Lotz. Die fadenscheinige Begründung, dass Kürzungen aufgrund der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt vertretbar seien, könne Lotz nicht gelten lassen. „Es geht hier nicht einfach um allgemeine Kürzungen. Es geht um einen Kahlschlag an den Schwächsten unserer Gesellschaft, die sich am schwierigsten in den Arbeitsmarkt integrieren lassen und umso mehr auf Hilfe angewiesen sind. Diese Hilfe will aber auch bezahlt sein“, so Lotz.

Die SPD-Kreistagsabgeordnete Martina Glaab aus Biebergemünd sitzt im Verwaltungsrat des Kommunalen Center für Arbeit (KCA). Für sie sind diese Eingliederungsmittel besonders für Menschen, die gering qualifiziert sind und Vermittlungshemmnisse haben, von grundlegender Bedeutung. „Es ist ganz einfach: je weniger wir in der Lage sind, Menschen zu beraten, zu qualifizieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren, desto eher besteht die Gefahr, dass sie Hilfeempfänger bleiben. Die nun geplanten Kürzungen sind nicht nur diskriminierend, sondern auch wirtschaftlicher Unsinn“, so Glaab. Aus diesem Grund seien FDP und CDU aufgefordert, von diesem skandalösen Verhalten wieder abzukehren.

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